Was gilt es bei einem Firmenwagen zu beachten?

Dieser Beitrag behandelt folgende Themen:

Ein Firmenwagen bringt für den Nutzer zahlreiche Vorteile mit sich: Nicht nur spart er dadurch Sozialversicherungsbeiträge und somit auch Ausgaben für ein eigenes Fahrzeug – auch handelt es sich meist um ein modernes, gut ausgestattetes Fahrzeug, das man sich oft gar nicht selbst kaufen würde. Für Arbeitnehmer klingt die Chance, einen Firmenwagen zu erhalten, somit erst einmal sehr verlockend. Dennoch sollte man über einige mögliche Fallstricke Bescheid wissen, ehe man sich darauf einlässt.

Der Firmenwagen – welche Kosten entstehen dabei für den Arbeitnehmer?

Es kommt immer öfter vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen Firmenwagen anstelle einer Lohnerhöhung anbieten. Dies klingt zu Recht erst einmal sehr angenehm, denn wer würde nicht gern mit einem neuen, schicken Fahrzeug täglich zur Arbeit kommen? Ob sich dieses Angebot allerdings wirklich lohnt, sollte im Einzelfall genau geprüft werden. Unerlässlich ist es deshalb, sich die Details genau anzusehen. Grundsätzlich können Firmenwägen geleast, finanziert oder auch gekauft werden. Über das Internet funktioniert das besonders einfach – fast so simpel wie die Buchung eines Mietwagens für den Urlaub. Dabei müssen allerdings einige Dinge beachtet werden.
Wenn ein Auto zum Beispiel geleast werden soll, kann es schnell passieren, dass Arbeitgeber die im Vertrag enthaltenen Rechte und Pflichten auf den Mitarbeiter übertragen möchten (mehr auf https://www.vergleich.de/autoleasing.html). Darauf sollte man sich allerdings nicht so leichtfertig einlassen, denn wenn dies passiert, kann es durchaus vorkommen, dass das Finanzamt das Auto als Privatleistung ansieht. Dies brächte auch eine private Versteuerung mit sich, zudem müssten sämtliche Versicherungen auf den eigenen Namen abgeschlossen werden – die Kosten dafür würde man natürlich selbst tragen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, raten Experten dazu, einen solchen Vertrag erst einmal vom Finanzamt prüfen und ggf. mit einem Sachverständigen gemeinsam zu besprechen. Der Vertrag sollte beispielsweise unbedingt enthalten, dass ein Teil der Pflichten vom Arbeitgeber übernommen werden muss. Grundsätzlich sollten anfallende Kosten so verteilt werden, dass der Arbeitnehmer am Ende, wenn er den Wagen wieder abgibt, keine zusätzlichen Zahlungen leisten muss.

Dienstwagen oder Langzeitmiete?

Langzeitmiete als Alternative?

Ebenfalls kann es aufgrund der Auswahl eines spezifischen Autos zu zusätzlichen Kosten kommen. Da es sich bei einem Firmenwagen in der Regel um einen Neuwagen handelt, zeigen sich teilweise große Unterschiede zwischen den Herstellerpreisen. Weil der Preis auch steuerlich geltend gemacht werden kann, lohnt es sich in jedem Fall, vorher einen ausführlichen Vergleich durchzuführen. Unter Umständen kann auch eine Langzeitmiete günstiger sein – hier sollten die Kosten genau gegenübergestellt werden.

Firmenwagen Kosten

Die genauen Kosten für einen Firmenwagen, die der Arbeitnehmer unter Umständen tragen muss, setzen sich somit aus mehreren Bestandteilen zusammen:

  • Den Steuern (Firmenwagen Lohnsteuer Rechner hier)
  • die Kostenerstattungen für Dienstreisen mit dem privaten Auto und der Verzicht auf einen höheren Lohn.
  • Abgezogen werden müssen darüber hinaus auch sämtliche Erträge aus dem Verkauf des eigenen Fahrzeugs.

Erst wenn diese Kalkulation durchgeführt worden ist, lassen sich die Kosten mit jenen für ein Privatfahrzeug vergleichen. Berücksichtigt werden muss außerdem, dass es sich bei Privatwagen oft nur selten um Neuwägen handelt, was bei Firmenfahrzeugen dagegen fast immer der Fall ist.

Firmenwagen Kosten Rechner für Steuern

KFZ-Steuer Rechner 2018

Erstzulassung: /
Wählen
KFZ-Steuer berechnen
Zurück
KFZ-Steuer
Zurück

Die Dienstwagenordnung – was hier berücksichtigt werden muss

Ehe man sich für einen Firmenwagen entscheidet, kann es sinnvoll sein, einen Blick in die Dienstwagenordnung zu werfen. Es sollte erlaubt sein, dass auch der Lebenspartner oder der Ehegatte das Auto nutzen dürfen. Genauso sollten Fahrten ins Ausland gewährt werden, denn ansonsten wird man an dem Fahrzeug nicht lange Freude haben. Außerdem wichtig sind Aspekte wie die Versicherung: Gibt es im Schadensfall eine Selbstbeteiligung oder wird eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen? Weiterhin sollte geprüft werden, wie sich die Handhabung des Fahrzeugs im Falle einer Kündigung des Arbeitnehmers verhält. Natürlich darf das Fahrzeug nicht einfach einbehalten werden. Doch wenn der Firmenwagen einen Teil der Vergütung für die Leistung des Arbeitnehmers darstellt, kann er dafür eine Entschädigung vom Arbeitgeber verlangen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.